Dienstag, 17. Januar 2017

Zwei Elsa's unterm Weihnachtsbaum

Zugegeben waren Elsa und ich anfangs nicht die besten Freunde. Ganz ehrlich habe ich mich lange gegen den unfassbaren Hype um die Eiskönigin gewehrt. Überall wo man geht und steht sieht man Elsa und man kann in kaum ein gewuchert gehen, ohne dass man mit Kleidung, Accessoires und Spielzeug zugeschüttet wird. Ich konnte es kaum noch sehen, und dass obwohl ich den Film noch nie gesehen hatte.

Mein Mäuschen allerdings kam bereits schon vor langer Zeit aus der Kita und sprach immer wieder von Elsa. Elsa hier und Elsa da... Ohne dass auch die den Film geguckt hatte, würde sie von ihren Mädels im Kindergarten automatisch angesteckt. Trotzdem blieb ich ziemlich lange immun. Hier sollte kein Elsa-Cappy mit Zopf dran einziehen ;).

Krönungskleid von Elsa
Krönungskleid von Elsa

Dann war klein Käthe allerdings irgendwann mal krank. Ich hatte jedoch so viel zu tun, dass ich den Rechner von der Arbeit mit nach Hause nahm, um zumindest das nötigste erledigen zu können. Jeder, der das schon mal gemacht hat, weiß dass das mit kleinem Kind aber eher schwierig ist. Und so wusste ich mir nicht anders zu helfen und lud den Film der Eiskönigin runter, damit ich ein Stündchen am Stück arbeiten kann. 

Und von da an war es wohl ganz um das Mäuschchen geschehen. Elsa hielt also auch bei uns Einzug und das hat sich seitdem auch nicht mehr geändert. Ich finde das ja immer wieder sehr erstaunlich, weil solche Leidenschaften momentan sonst eher noch von kurzzeitiger Natur sind. Aber bei Elsa ist es anders. Sie "begleitet" uns fast täglich beim Spielen und selbst, wenn das Mäuschchen auf dem Klo sitzt, werden die Lieder hoch und runter gesungen :D.
Inzwischen kann ich das ganze Elsa-Fieber auch etwas verstehen. Nachdem ich den Film inzwischen selber schon x-Mal gesehen habe, muss ich zugeben, dass er auch echt mal wieder ein Meisterwerk von Disney ist.

Krönungskleid von Elsa

Krönungskleid von Elsa
Was natürlich bei uns noch fehlte, war das perfekte Kleid - ein Elsakleid, das beim Spielen getragen werden kann, denn verkleiden steht natürlich auch hoch im Kurs bei meiner kleinen Elsa. Eins der vielen Bling-Bling-Kleider zu kaufen, die es inzwischen an jeder Straßenecke für wenig Geld gibt, ging mir und meinem Nähherz dann aber doch zu weit. Lange habe ich überlegt, ob ich ihr eins nähe und es doch immer wieder aufgeschoben.

Dann stand Weihnachten vor der Tür und die Tochter meiner Cousine wünschte sich von mir - nein, vom Weihnachtsmann natürlich - ein Elsakleid. Und zwar nicht irgendeins, sondern das Kleid der Krönung mit dem lilafarbenen Umhang. Also gut. Es war also so weit. Ich habe selbstverständlich gleich zwei Kleider und Umhänge genäht, da es sonst große Tränen bei meiner Maus gegeben hätte.

Krönungskleid von Elsa

Das Kleid habe ich aus dem Oberteil der Deliah genäht, an dem ich ein eingekräuseltes Rockteil angesetzt habe. Die Länge habe ich pi mal Daumen zugeschnitten, es sollte ja schön lang sein, aber anhalten konnte ich es auch nicht... Hat aber ganz gut funktioniert. Für den Umhang habe ich ein Rechteck zugeschnitten, oben eingekräuselt und mit einem Stehkragen versehen, der mit Klett verschlossen wird. Der Knopf ist nur zur Zierde da. Den unteren Rand habe ich abgerundet und alles eingefasst.

Das Nähen des Kleides an sich ging eigentlich ganz fix. Wofür ich wirklich ewig gebraucht habe, ist für das Aufbringen der Plotts, die ich allesamt selbst gebastelt habe. Ich glaube ich habe schon allein je Rockteil anderthalb Stunden gebraucht - es waren ja nur vier :D. Danach hatte ich echt erst mal genug von Plotten und denke nun ernsthaft über die Anschaffung einer Transferpresse nach.
Krönungskleid von Elsa



Ich hätte Euch heute zuuu gern die zwei tanzenden und singenden Elsas unterm Weihnachtsbaum gezeigt, aber bis auf ein paar schnelle Schnappschüsse, gibt es bisher leider keine Bilder. Es gibt ein wirklich tolles Video, in dem sie in ihren Kleidern zum Elsalied singen und tanzen, aber da bin ich nicht fit genug es so zu bearbeiten, dass ich es euch ohne Gesichter zeigen kann... Deshalb müsst Ihr Euch heute also damit zufrieden geben.

Aufwand und Kosten der beiden Kleider sind natürlich nicht mal ansatzweise vergleichbar mit den Kaufkleidern und zwischenzeitlich habe ich mich echt gefragt, was ich mir da antue. Trotzdem hat sich die Mühe gelohnt. Die beiden Mäuse waren sooo glücklich über ihre Kleider, dass an Weihnachten fast nichts anderes getragen wurde. Und das sehe ich jetzt einfach mal als Riesenkompliment an den Weihnachtsmann :).

Liebe Grüße,
Katja 


Stoffe: Jersey allesamt aus dem Nähstoffreich
Schnitt: Oberteil vom Kleid Delilah, Rest ist Eigenkreation
Verlinkt bei: Kiddikram, creadienstag, HoT, Dienstagsdinge,

Dienstag, 10. Januar 2017

Kleine - aber feine - Nähhelfer

praktische NähhelferIch werfe ja immer wieder gern ein Blick hinter die Kulissen und damit auch in die Nähreiche anderer Bloggerkolleginnen - nicht nur aus Neugierde, sondern weil man sich auch immer mal wieder was Nützliches abgucken kann. Sozusagen bin ich da also rein praktisch veranlagt ;). Und besonders gern lese ich auch über verwendete Nähhelfer und freue mich über Anregungen. In den letzten Jahren ist bei mir einiges an Zubehör dazu gekommen, viel Praktisches, teilweise aber auch Dinge, die ich inzwischen eher als "Krimskram" verbuche und selten nutze.

Heute möchte ich Euch deshalb auch mal MEINE liebsten Nähhelferlein vorstellen, ohne die ich mir ein Nähprojekt kaum noch vorstellen könnte und nicht mehr drauf verzichten mag. Auch wenn alles keine neuen Dinge sind, vielleicht ist für die eine oder andere ja auch noch was Hilfreiches dabei, was auf die Wunschliste kann.


Magnetisches Nadelkissen

Kennt Ihr diese magnetischen Büroklammerhalter-Dinger? Ich habe sie oft im Büro stehen gesehen und als Nonsens verbucht, weil ich heutzutage kaum noch Büroklammern verwende. Aber wisst Ihr, wofür die sich als richtig richtig praktisch erweisen??? Natürlich - für Stecknadeln! Inzwischen gibt es sie als magnetische Nadelkissen zu kaufen und ich finde die einfach nur großartig. Nicht nur, dass die Nadeln wirklich super halten, man kann dieses kleine Ding auch super zum Einsammeln der ganzen heruntergefallenen Stecknadeln nutzen! Ich liebe es und habe inzwischen sogar zwei davon.


magnetisches Nadelkissen als Nähhelfer


Kreidestift

Wer kennt es nicht - die Schneiderkreide ist nie so dünn, wie man sie braucht, wenn man etwas akkurat auf Stoff aufzeichnen will. Vor ein paar Jahren habe ich von einer Freundin einen Kreidestift geschenkt bekommen und möchte ihn seither nicht mehr eintauschen. Mein Stift ist von Signet Color und hat nicht nur einen praktischen Anspitzer dabei, mit dem man immer perfekte Linien übertragen kann. Das Set beinhaltet neben weißer Kreideminen nämlich auch bunte und kann daher auf jeder Stoffarbe eingesetzt werden. Der Stift ist inkl. Minen und Anspitzer mit rund 13 Euro nicht ganz billig, ist aber meiner Meinung nach jeden Cent wert.

praktischer Kreidestift als Nähhelfer



Saummaß

Ich weiß nicht, wie ich je ohne leben konnte ;) - das Saummaß ist einfach ein kleiner idealer Helfer für so viele Dinge. Ich habe inzwischen drei, weil die so klein sind, dass sie sich gern zwischen Schnittmustern und anderem Kram verstecken: eins von Stoff & Stil, eins von Prym und eins aus einer Nähzeitschrift. Es ersetzt zwar natürlich kein Maßband (da liebe ich übrigens die wieder einrollbare Variante). Für das korrekte Abmessen der Säume sind sie total praktisch. Aber auch sonst nutze ich sie häufig, weil ein großes Lineal oft unhandlich ist. Am praktischsten finde ich übrigens das Saummaß von Prym, weil es alle nötigen Maße in 0,5 cm Schritten enthält. Von der Handhabung mag lieber das von Stoff & Stil, weil es stabiler ist.


Saummaß als Nähhelfer




Mini-Bügeleisen

Was ich ebenfalls schon lange nicht mehr missen mag, ist das Mini-Bügeleisen von Prym. Früher habe ich diese kleinen Reise-Bügeleisen immer als totalen Quatsch verbucht. A) weil ich eh nicht der große Bügelfan im Alltag bin (also vom Nähen mal ganz abgesehen) und B) würde ich nie auf die Idee kommen im Urlaub ein Bügeleisen mitzunehmen... Für den Nähalltag nutze ich dieses kleine Ding aber nur noch und brauche das klassische Bügeleisen eigentlich nur noch, wenn ich den frisch gewaschenen Stoff bügele bzw. wenn ich große Flächen habe. Das Mini-Bügeleisen wird aufgrund der kleinen Fläche viel schneller heiß, was natürlich beim schnellen Zwischendurch-Bügeln am Nähplatz super ist. Außerdem kommt man mit dem kleinen Bügeleisen viel besser an Stellen, wo das große Bügeleisen nur stört und bügelt sich so auch weniger versehentlich Falten ein. Von mir also eine klare Kaufempfehlung.

Minibügeleisen als Nähhelfer



Schneidematte und Rollschneider

Für den Großteil von Euch sind Schneidematte und Rollschneidee sicher alltägliche Hilfsmittel, aber ich habe mich lange vor dem Umgang mit dem Rollschneider gedrückt. Erst vor knapp vier Jahren habe ich mir den ersten Rollschneider inkl. Schneidematte zugelegt und habe mich gefragt, warum ich so lange damit gewartet habe. Meiner Meinung nach geht der Zuschnitt damit viel unkomplizierter und genauer, weil man den Stoff nicht anheben muss. Ich kann mich auch nicht entsinnen, wann ich das letzte Mal mit Schere zugeschnitten habe. 
Bei Rollschneidern kann ich nicht sagen, welcher gut und welcher schlecht ist. Dafür habe ich zu wenig Erfahrung mit unterschiedlichen Herstellern. Den ersten, den ich hatte, fand ich zu klapprig und nutze ihn inzwischen für das Schneiden von Papier. Den zweiten habe ich mir bei Stoff & Stil gekauft und bin mit der kompakten Version sehr zufrieden. Liegt gut in der Hand und tut, was er soll.
Meine Schneidematte hat eine Größe A2 und hätte gern noch etwas größer sein können. Gerade beim Zuschnitt für Kleidung für mich reicht sie natürlich nicht und ich muss oft schieben. Da werde ich mir irgendwann noch eine zweite zulegen.

Rollschneider und Schneidematte als Nähhelfer



Stylefix

Was habe ich mich mit Stecknadeln und Co abgequält, um Webband gerade aufgenäht zu bekommen oder einen Reißverschluss einzunähen. Seit dem ich Stylefix von Farbenmix nutze, habe ich damit keine Probleme mehr. Das doppelseitiges Klebeband verhindert das Verrutschen und vereinfacht das Auf- oder Zwischennähen enorm. Worauf man allerdings achten muss, ist das man es neben die künftige Näht klebt, weil sonst die Nadel schnell verklebt. 
Ich liebe es sehr und habe immer was davon zuhause.

Stylefix als Nähhelfer



Fadenschneider

Sicher kein "Must have", aber trotzdem total praktisch ist der Fadenschneider (hier von Prym). Er liegt bei mir immer neben der Nähmaschine und ermöglicht genaues Abschneiden der Fäden - total super auch bei Sprungfäden beim Sticken.

praktischer Fadenabschneider als Nähhelfer


Täschchen

Und zu guter Letzt kein klassischer Nähhelfer im eigentlichen Sinne, sondern eher für die Grundordnung am Nähplatz: ein kleines Täschchen für all die kleinen Nähhelferlein, die ständig greifbar sein müssen und viel zu gerne verschwinden. Das Täschchen, was Ihr hier seht, hat mir die liebe Janin von Kirschsüß genäht (Danke noch mal dafür!). Seitdem liegt es immer neben der Nähmaschine und enthält neben vielen der oben angeführten Hilfsmittel vor allem Kleinigkeiten, wie der Nahtauftrenner, Pinzette zum Einfädeln, Stickschere, Kugelschreiber und ein paar Sichheitsnadeln. So ist der doch sehr wichtige Kleinkram immer schön zusammen, geht nicht verloren und ist auch noch schön verpackt.

Kramtäschchen als Nähhelfer


Und was darf bei Euch am Nähplatz nicht fehlen? Immer her mit Inspirationen und Anregungen! Ich freue mich auf Eure Tipps!

Liebe Grüße,
Katja


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Donnerstag, 5. Januar 2017

Nicht die beste Idee

Am wohl bisher dunkelsten Tag des Jahres - nämlich gestern - sind die heutigen Bilder entstanden. Alles andere als gute Voraussetzungen für Fotos, ich weiß, aber es hat zeitlich einfach gepasst. Ich kam grad vom Sport :-), hatte noch etwas Zeit bis ich die Maus von der Kita holen musste und mir war einfach danach.

Bereits Ende letzten Jahres habe ich mir nach dem Schnitt "Marie" vom Kreativlabor Berlin einen Jeansrock genäht und starte damit sozusagen die "Ich nähe mir mehr Basics"-Reihe auf dem Blog. Gute Vorsätze und so...

Rock Marie vom Kreativlabor Berlin und Shirt Else von Schneidernmeistern

Der Rock ist ganz schlicht aus dunkelgrauem Jeansstoff, den ich eigentlich für eine Probejeans gekauft hatte. Für die Jeans war er mir dann aber doch zu steif, für den Rock schien er mir perfekt. Ich habe komplett alle Nähte mit Jeansgarn abgesteppt, so dass er auch richtig nach Jeansrock aussieht.

Bei der Knopfleiste kamen Jeansknöpfe zum Einsatz. Auf Instagram hatte ich schon einen kleinen Einblick gewährt. Hier habe ich übrigens festgestellt, dass ich diese auch mit der Prymzange anbringen kann, weil ein passender Einsatz dabei war. Hätte ich auch schon mal früher drauf kommen können, oder? Bisher habe ich mich immer mit dem Hammer abgequält... Eigentlich wollte ich auch noch Nieten an den Taschen anbringen, aber beim Probieren am Stoffrest bin ich durch für vielen Jeanslagen nicht ordentlich durchgekommen und habe es mir bisher schlichtweg nicht getraut aus Angst den Rock zu versauen. Mal schauen, ob ich da noch eine Lösung finde.


Rock Marie vom Kreativlabor Berlin und Shirt Else von Schneidernmeistern
Rock Marie vom Kreativlabor Berlin und Shirt Else von Schneidernmeistern

Genäht habe ich übrigens eine 36 und muss sagen, dass der Rock recht großzügig ausfällt. Ich habe nach der ersten Anprobe bereits rechts und links einen Zentimeter weggenommen und auch den Bund gekürzt, dennoch werd ich ihn wohl noch mal auftrennen müssen... So sitzt er einfach zu locker, zu mal ich auch ganz vergessen habe, dass ich noch Gürtelschlaufen anbringen wollte. Dann kann ich das auch noch gleich nachholen. Aber es ärgert mich schon sehr, dass ich nach der Anprobe nicht gleich besser abgesteckt habe. Da wäre mir einige Mühe erspart geblieben, aber gerade bei nicht-dehnbaren Stoffen bin ich manchmal zu zimperlich, aus Angst es wird zu eng...
 
Passend zum Rock (aber auch zu viel anderen Sachen) habe ich mir als erstes Kleidungsstück in diesem Jahr eine ganz schlichte Else als Shirt genäht. Schwarze Shirts sind grad Mangelware im Schrank - von daher perfekt. Den U-Boot-Ausschnitt habe ich hier etwas vergrößert, sonst gab es keine Änderungen. Den Schnitt mag ich einfach total und habe erst diese Woche eine weitere Else zugeschnitten.

Rock Marie vom Kreativlabor Berlin und Shirt Else von Schneidernmeistern


Rock Marie vom Kreativlabor Berlin und Shirt Else von Schneidernmeistern

Die Fotos werden dem Rock ehrlich gesagt gar nicht richtig gerecht - war wohl nicht die beste Idee gestern. A) sieht er auf den Bildern ziemlich zerknittert aus, was ich mit bloßem Auge gar nicht so gesehen habe und B) seht Ihr die schönen Jeansnähte gar nicht so recht. Zudem sind schwarz und dunkelgrau eh schon nicht die fotogensten Farben... Na ja, was soll's - das Wetter sieht nicht danach aus, dass es in nächster Zeit besser wird und so müsst Ihr mir wohl jetzt einfach glauben, dass Jeansgarn ordentlich was her macht  ;).

Ich freue mich jedenfalls, dass ich damit zwei neue Basics im Schrank habe, die sich ohne Tuch, roten Stiefeln und Strickjacke sogar auf der Arbeit tragen kann.

Liebe Grüße,
Katja 

Stoffe: Jeans und Jeansknöpfe von stoffe.de, schwarzer Jersey aus dem Nähstoffreich
Schnitt: Rock Marie vom Kreativlabor Berlin und Shirt Else von Schneidernmeistern

Mittwoch, 4. Januar 2017

Nähvorsätze 2017

Da sind wir nun im neuen Jahr und überall liest man von guten Vorsätzen. Ich habe auch welche, aber wenn ich ehrlich bin, kamen die nicht aufgrund der Jahreswende. Die Probleme mit meinem Rücken haben mich zum Nach-, nein besser Überdenken vieler Dinge gebracht.

Kurz vor Weihnachten habe ich dann mal meinen Kleiderschrank richtig ausgemistet und vieles zur Altkleidersammlung gebracht, was nicht mehr getragen wird. Besonders schwer fiel mir das bei den Kleidungsstücken, die ich irgendwann mal selbst genäht habe. Vieles, was noch irgendwie verwertbar war, landete auf dem Stapel zum Upcycling, der Rest wurde konsequent ausgemüllt. Das tat gut - Platz schaffen: Im Kleiderschrank und vor allem auch im Kopf. Die Reha hat mir wirklich Ansporn verliehen, um mich auch gedanklich wieder etwas besser zu ordnen.

Dabei habe ich mir nicht nur Gedanken über viele Dinge in meinem Leben gemacht, sondern auch über meine Garderobe und mein Nähverhalten. Ich habe mir also bereits im letzten Jahr ein paar Sachen vorgenommen, die ich ändern bzw. verbessern möchte. Und weil das mit den guten Vorsätzen ja immer so eine Sache ist, schreibe ich es in Bezug aufs Nähen hier und heute einfach mal zusammen. Erstens, weil dann der Druck höher ist und zweitens, weil ich es mir so immer wieder vor Augen führen kann.

Nähmaschine Grafik, Icon, Nähplatz





Mehr Basics nähen
Ihr kennt das sicher alle: Man näht und näht und dennoch fehlt es bei (fast) jeder Gelegenheit an einem passenden Kombishirt im Schrank. Deshalb möchte ich auf alle Fälle mehr Basics für mich nähen, die ich vielseitig kombinieren und tragen kann. Auch gerade für den Job muss ich das noch ausbauen, denn da passen klassische Basics immer - ein weiterer Pluspunkt. 
Damit habe ich übrigens dieses Jahr auch gleich mal begonnen - das erste Shirt ist also genäht ;).

Auf vorhandene Schnitte zurückgreifen
Bei der Fülle an Schnittmustern, die regelmäßig neu erscheinen, kaufe auch ich mir das ein oder andere, wenn es mir gut gefällt. Viele davon schlummern dann aber Ewigkeiten auf der Festplatte und geraten in Vergessenheit. Schon allein, weil die Zeit gar nicht da ist, alles auszuprobieren. Jetzt habe ich mir aber fest vorgenommen, dass sich das ändern muss. Weniger neue Schnitte kaufen, dafür ältere ausprobieren und vor allem Bewährtes wieder nähen, heißt daher meine Devise für 2017.

Stoffe noch gezielter kaufen
Ich habe mich im vergangenen Jahr wirklich schon zurückgehalten, was das Kaufen neuer Stoffen angeht. Zum einen, weil ich den Hype um viele neue Stoffe zum Teil echt über habe. Zum anderen weil ich projektbezogener gekauft habe. Das möchte ich in diesen Jahr weiter ausbauen und damit auch meine Stoffvorräte abbauen. Auch wenn ich bereits viel gezielter eingekauft habe, liegen trotzdem noch so viele Stoffe hier, die vernäht werden wollen. 

Besser (vor)planen
Und da wären wir auch schon beim nächsten Punkt. Auch wenn ich projektbezogen eingekauft habe, heißt das noch lange nicht, dass ich sie vernäht habe. Nur weil ein Projekt im Kopf bereits steht, heißt das noch lange nicht, dass ich es zeitlich auch schaffe umzusetzen. Das muss geändert werden und ich will realistischer planen. Von daher werde ich öfter gucken "Was habe ich?" und "Was brauche ich"?, um vom spontan "Das will ich!" wegzukommen.

In Outfits denken
Bevor ich anfange zu nähen, möchte ich mir künftig noch mehr Gedanken um das oder besser die finalen Outfits machen. Im Idealfall lässt sich das Nähwerk gut kombinieren und vielseitig tragen, wo wir auch wieder beim ersten Punkt wären.

Zeit nehmen und eigene Ideen umsetzen 
Das ist wohl der schwierigste Punkt meiner Nähvorsätze für 2017: Ich möchte mir unbedingt mehr Zeit nehmen für Ideen, die schon lange im Kopf rumschwirren und Projekte umsetzen, die arbeitsintensiver sind. Ich habe schon lange konkrete Pläne, die ich in Angriff nehmen möchte und mein Skizzenbuch und Pinterestboard platzen vor Ideen. Nähen möchte ich mir endlich einen Wind- und Wetterparka, mindestens eine Jeans, ein Kleid, das lange im Kopf fertig ist, eine Tasche und einen Rucksack. Für alles liegen die Stoffe lange bereit. Für die Jeans gab es sogar bereits ein Probestück. Dieses Jahr will es unbedingt schaffen! Um dass hinzubrkommtn, muss ich öfter mal nein sagen. Etwas, was mir immer wieder schwer fällt, woran ich aber inzwischen auch arbeite.

Mehr Ordnung halten
Ich möchte in meinem kleinen, aber feinen Nähreich mehr Ordnung halten. Leider gehöre ich zu denjenigen, die regelmäßig Chaos in der Nähecke fabrizieren. Das kennen hoffentlich einige von Euch: Vor einem neuen Projekt werden Stoffe rausgekramt, kombiniert, geguckt, ob es passt und letztlich wieder nur auf den Stapel zurückgeschmissen. Das Gleiche gilt für Schnitte, Nähaccessoires und Co. Dann entsteht ganz schnell Chaos, bei dem ich schnell den Überblick verliere und dass, obwohl ich vorher alles schön aufgeräumt hatte. Um wirklich kreativ denken zu können, brauche ich aber vor allem eins: Ordnung. Es muss alles an seinem Platz liegen, damit ich es auch finde. Nichts ist schlimmer, als wenn das gesuchte Teil nicht am gewohnten Ort liegt und man die eh schon knappe Zeit mit Suchen verbringt. Also habe ich mir fest vorgenommen, gleich wieder alles zurückzulegen, wo es hingehört und dabei nicht nur schnell schnell zu machen. Ich glaube, das was ich dabei an Zeit investiere, spare ich später doppelt und dreifach. Und das Auge näht mit - und fühlt sich an einem aufgeräumten Nähplatz einfach viel wohler. Hier taste ich mich gerade ran und bin langsam auf dem Weg der Besserung.

Die Nähmaschine ruhen lassen
Neben dem Nähen möchte bzw. muss ich vor allem wieder mehr Sport machen. So wichtig mir mein Hobby ist, viel wichtiger ist mir meine Gesundheit. Das habe ich im letzten Jahr mehr als genug gemerkt. Dafür muss die Nähmaschine dann auch mal zurückstecken ;). Und vielleicht auch der Blog. Der Rücken will trainiert werden und noch dazu habe ich während der Reha gemerkt, dass es mir einfach gut tut. An einem geeigneten "Konzept" dafür arbeite ich noch, aber die Motivation ist gerade hoch und ich hoffe, dass es bald zur Normalität übergeht.

Geniessen und sich freuen
Und das allerwichtigste, was ich mir gerade in letzter Zeit immer wieder vor Augem hole, ist der Spaß an der Sache. Ich nähe zum Hobby, weil es mir Freude bereitet, zur Entspannung, weil ich etwas schaffe, was kein anderer hat, weil ich es liebe Stoffe anzufassen, zu kombinieren und zu vernähen. Ich nähe, weil es einfach das schönste Hobby der Welt ist. Und das will ich weiter einfach genießen, ohne Druck, ohne Stress, ohne Rückenschmerzen und dafür mit ganz viel Freude. 


Wie sieht es bei Euch mit den guten (Näh-)Vorsätzen aus und wie schafft Ihr es diese einzuhalten? Oder haltet Ihr so gar nichts davon? Ich glaube, dass es wichtig ist, dass die eigens gesteckten Ziele realistisch sind, man sich aufschreibt, was man konkret erreichen will und regelmäßig überprüft, wo man steht. Egal in welcher Beziehung und unabhängig vom Zeitpunkt. Ob und wann ich einen Haken an meine aufgelisteten Punkte machen kann, wird die Zeit zeigen. 

Ich wünsche Euch ein wundervolles und vor allem gesundes neues Jahr und alles erdenklich Gute. Hoffentlich findet Ihr die Zeit für das, was Euch Freude bereitet. Seid kreativ, überdenkt ab und an Gewohnheiten und bleibt offen für Neues. Ich freue mich, dass Ihr hier seid!

Liebste Grüße,
Katja 

Samstag, 31. Dezember 2016

And the Oscar goes to...

Hattet Ihr gemütliche Weihnachten? Wir hatten wirklich richtig schöne und auch aufregende Tage mit unseren Familien, die wie immer viel zu schnell vorbei waren. Ich habe es in vollen Zügen und hätte gut und gerne noch ein paar Tage dran hängen können. Seit zwei Tagen sind wir wieder in Berlin und langsam kehrt der Alltag ein.

Ich kann es ehrlich gesagt kaum fassen: Nun ist schon wieder ein Jahr rum und auf vielen Blogs stehen die Jahresrückblicke an. Auch ich habe überlegt, wie ich es dieses Jahr am besten umsetzen kann, ohne dass es "nur" eine klassische Bildergalerie mit all den genähten Werken wird. Und dann kam eine liebe Mail der Nina von Vervliest und zugenaeht mit der ich aufhören konnte mir den Kopf zu zerbrechen.

"And the Oscar goes to...". Wer kennt den Satz nicht? Ihre Idee den Jahresrückblick und damit die Nähwerke in Oscar-Kategorien einzuteilen, fand ich einfach großartig :). Und da habe ich auch nicht lang gezögert und sofort zugesagt. Schaut mal bei Nina vorbei, wenn Ihr auch so gern in Jahresrückblicken stöbert, wie ich. Sie hat sogar eine Linkparty dazu eröffnet, bei der ihr gern mitmachen könnt und erklärt alles noch mal ausführlich.






 

The Sewing Oscars 2016

 

Nun komme ich auch gleich zu meinem Rückblick für das vergangene Jahr. Damit es etwas übersichtlicher bleibt, gibt es heute zum Großteil die genähten Dinge für die "Großen", also Kleidung und Taschen für mich und meine Lieben. Wenn ich es zeitlich noch schaffe, setze ich das Ganze auch noch mal für die "Kleinen" um. Es wäre ja schade, wenn dir vielen Nähwerke für die Mäuse komplett untergehen.

Klickt Euch einfach über die Bilder oder dir Links zum jeweiligen Post, wenn Ihr mehr zu den einzelnen Werken wissen wollt.
 

1. Beste/r HauptdarstellerIn


Zu meinen am liebsten und gleichzeitig am häufigsten getragenen Kleidungsstücke gehören eindeutig die gepunktete Else, meine "Probe-Dolores" aus Jeans und mein Stepp-Hoodie, der erst kürzlich entstanden ist. Einen "Sieger" könnte ich hier schwer ausmachen, auch wenn ganz sicher die Else oder die Dolores das Rennen machen würde.


Else von Schneidernmeistern
- Else von Schneidernmeistern -
Dolores von Milchmonster
- Dolores von Milchmonster -
http://naehte-von-kaethe.blogspot.de/2016/12/maritim-durch-zufall.html
- Hoodie "BeeMyChoice" von BeeKiddi -


2. Beste/r NebendarstellerIn

Ebenfalls richtig oft getragen, weil gut zu kombinieren und irgendwie immer passend sind mein 20-Minuten-Shirt aus Blockstreifen, das graue Shirt, der Chinorock und das Spitzenshirt. Alle vier Kleidungsstücke liebe ich heiß und innig - sie schaffen es immer kaum in den Schrank, weil sie direkt von der Wäscheleine wieder angezogen werden. Das Rennen hier machen aber auf alle Fälle der Chino-Jeansrock und das graue Shirt. Beides hatte ich gerade im Sommer so oft an und trage es auch jetzt noch gern mit Strumpfhose und Strickjacke drüber.
In der Kategorie "Beste Regie" fallen ebenfalls gleich drei Nähwerke. Den größten Aufwand hatte ich wohl mit der Kurventasche, an der ich einige Abende saß. Ganz viel Herzblut habe ich in meine zweite Dolores gesteckt - ein Kleid, dass nicht täglich getragen, aber umso mehr aber geliebt. 
Und zu guter letzt möchte ich hier die Weste für mich nicht vergessen. Zeitlich war vor allem das Umsetzen des Steppstoffs sehr arbeitsintensiv. 

Sieger ist hier aber ganz klar meine Dolores. Ich wollte einfach ein perfektes Kleid und mit dem Ergebnis bin ich letztlich sehr zufrieden.


Dolores
 Weste Liivi von Feefee

4. Bester Schnitt

Ich habe dieses Jahr wirklich viele Schnitte genäht, die es mir sehr angetan haben. Total gern mag ich meinen Kuschelhoodie und das Sweatkleid. 
Wenn mich aber jemand nach meinem absoluten Lieblingsschnittmuster für mich in diesem Jahr fragt, wäre es auch hier die Dolores, die ich Euch oben schon gezeigt habe.


Paula von Bienvenido Colorido
Sweatkleid von Fadenkäfer



 

5. Bestes Drehbuch

Ich liebe die Schnitte und eBooks von Compagnie M. Sie sind immer wieder besonders und treffen genau meinen Geschmack. Die EBooks sind zudem richtig gut und ausführlich beschrieben. Mein Lotta Skirt trage ich sehr sehr gern und möchte mir unbedingt noch einen zweiten nähen.

Am meisten dazugelernt und deshalb ganz klarer Sieger in der Kategorie "Bestes Drehbuch" und damit für mich das beste eBook seit langem, ist aber auch hier wieder die Dolores von Milchmonster. Ich finde es einfach super beschrieben und nicht nur Nähanfänger lernen damit eine ganze Menge. Ich habe es in meinem ersten Post bereits hochgelobt und kann mich hier nur wiederholen.
 
Lotta Skirt von compagnieM
- Lotta Skirt von Compagnie M -



6. Ehrenoscar

In der Kategorie "Ehrenoscar" und damit das schönste für jemand anders genähte Kleidungsstück fielen mir sofort drei Dinge ein. Die Ankertasche für meine Schwester, das Kleid "Tony" aus Lieblingsstoff für mein Cousinchen sowie der Wind- und Wetterparka, der ebenfalls für meine Cousine entstand. Hier kann ich ganz klar einen Sieger küren: Der Wind- und Wetterparka ist mein klarer Favorit. Ich liebe den Schnitt und habe im jede Naht beim Parka ganz viel Liebe reingesteckt und letztlich noch kleine "Botschaften" mit dem Plotter aufgebracht.


Tony von Milchmonster
Wind- und Wetterparka von Lotte & Ludwig
 Fold Over von Hansedelli




7. Goldene Himbeere

Die Goldene Himbeere und damit der Anti Oscar geht sogar an zwei Kleidungsstücke. Beide Male lag es nicht am Schnitt, denn beide Schnitte mag ich sehr gern. Schlichtweg die Stoffe waren ein Reinfall. Der Jeansstoff der Tunika ist so weich, dass er kaum Stand hat und die Knopfleiste verzog sich trotz verstärken nach ein paar Wäschen. Außerdem knittert er so doll, dass ich keine Freude daran hatte. 
Auch beim Jerseykleid war ich sehr enttäuscht. Normalerweise bin ich gute Qualität von Lillestoff gewohnt, hier verblich das schwarz aber nach wenigen Wäschen so stark, dass es nicht mehr schön aussah und auch vom Glitzer war nicht mehr viel zu sehen...


Tunika Fadenkäfer
 "BeeEasy" von BeeKiddi


Und was gab es sonst noch?



Das waren meine "Kategorien" für den sewing oscar 2016 und damit auch meine Lieblinge in diesem Jahr. Entstanden sind aber noch einige andere Kleidungsstücke, die ich hier nicht untergehen lassen möchte. Ich freue mich sehr, dass mein Kleiderschrank in diesem Jahr ordentlich Zuwachs bekommen hat und ich inzwischen auch für mich nicht mehr shoppen gehen muss.


Mara von Bienvenido Colorido
Mara von Bienvenido Colorido
BeeEasy von BeeKiddi
 BeeEasy von BeeKiddi
 Mara von Bienvenido Colorido
 Mara von Bienvenido Colorido
Mrs. Bogi von Anna's Country
Mrs. Bogi von Anna's Country
 Mrs. Bogi von Anna's Country
Mrs. Bogi von Anna's Country
 BeeSummerNo5
BeeSummerNo5
Masha vom Kreativlabor Berlin
Masha vom Kreativlabor Berlin
http://naehte-von-kaethe.blogspot.de/2016/09/jackenliebe.html
 Paula von Bienvenido Colorido
 BeeMyChoice von BeeKiddi
 BeeMyChoice von BeeKiddi
Ida vom Kreativlabor Berlin
Ida vom Kreativlabor Berlin


Danke für ein weiteres tolles Bloggerjahr mit Euch! Ich habe viel genäht, vieles dazu gelernt, noch mehr erlebt und freue mich immer wieder über eure lieben Worte! Schön, dass Ihr da seid und meinen kleinen Blog zu dem macht, was er ist! 

Nun wünsche ich Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und heute schon mal alles Liebe und Gute! Macht es Euch gemütlich oder auch richtig bunt und laut :). Ich bin gespannt auf einen ganz bestimmt lustigen Abend mit Freunden, unseren Kindern und leckerem Essen!

Wir lesen uns im neuen Jahr wieder!

Ganz liebe Grüße,
Katja 

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Familienzeit

Jedes Jahr auf's Neue steht Weihnachten ganz plötzlich vor der Tür. Das war schon immer so und wird sich wohl auch nicht ändern ;). Dieses Jahr sind für mich die Tage aber noch schneller verflogen als sonst. Durch die Reha habe ich den Dezember gefühlt gar nicht mitgekommen und Weihnachtsstimmung kam ehrlich gesagt auch nicht so richtig auf.


"BeeMyChoiceNo.1" von BeeKiddi


"BeeMyChoiceNo.1" von BeeKiddi

Gestern hatte ich aber meinen letzten Tag und freue mich nun umso mehr auf die wenigen Tage, bis der Weihnachtsmann endlich vor der Tür steht. Als ich nach Hause lief, war ich völlig ausgepowert vom Sport, aber glücklich. Die kalte Wintersonne schien mir ins Gesicht, ein paar Kinder spielten lachend auf dem Spielplatz, aus einem Bäcker kam der Geruch von frischen Brötchen. Was war das schön. Dann piepte auf dem Handy eine Nachricht auf - ein lustiges Bild, von der Maus und dem Papa in Weihnachtsmann-Outfit, die Zuhause schon beide auf mich warteten. Was habe ich mich in dem Moment gefreut: Drei Wochen Reha geschafft, viel gelernt und vor allem darauf, dass uns nun endlich ganz viel Familienzeit bevor steht <3.

Kurz waren die letzten schrecklichen Tage hier in Berlin vergessen. Und gleich darauf kam mir wieder in den Sinn, wie furchtbar es für die Angehörigen der Opfer und Verletzten sein muss. Während ich mir Gedanken, um das Weihnachtsoutfit und die letzten Geschenke mache, steht die Welt für sie still. Es ist so unfassbar traurig und nicht in Worte zu fassen. Immer wieder, egal, wo so etwas passiert. 


"BeeMyChoiceNo.1" von BeeKiddi
"BeeMyChoiceNo.1" von BeeKiddi

Ich möchte das Thema hier gar nicht groß ausführen, aber dennoch nicht untergehen lassen. Berlin ist seit vielen, vielen Jahren meine Heimat, meine Stadt, mein Dreh und Angelpunkt für meine Lieben und mich. Am Abend des Anschlags bin ich zusammen mit meiner Maus eingeschlafen und habe es erst mitbekommen, als mein Freund spät abends von einer (abgebrochenen) Veranstaltung wieder kam. Ein Blick aufs Handy machte gleich klar, dass irgendwas nicht stimmte: viele Anrufe und Nachrichten von Freunden und Familie, die sich Sorgen um uns machten.


"BeeMyChoiceNo.1" von BeeKiddi


Mir und meiner Familie geht es gut, die kleinen alltäglichen Sorgen und Probleme sind zu vernachlässigen. Ich freue mich, dass ich Weihnachten mit meinen Lieben verbringen darf. Zeit, gemeinsame Familienzeit, die wir in vollen Zügen genießen werden!

Ich wünsche Euch ein wundervolles Weihnachtsfest, haltet Euch fest und freut Euch übereinander. Und vergesst dabei nicht, dass es total unwichtig ist, ob der Baum perfekt ist, das Essen pünktlich auf dem Tisch steht, das Weihnachtsoutfit nicht rechtzeitig fertig geworden ist oder die Geschenke nicht geliefert wurden. Erfreut euch einfach an den Kleinigkeiten! Passt gut auf Euch auf und genießt die Zeit zusammen! Ich freue mich, dass ihr da seid!

Liebste Grüße,
Katja 


Stoffe: Sommersweat aus dem Nähstoffreich,  Blümchenjersey aus Stofffundus (keine Ahnung mehr woher)
Schnitt: "BeeMyChoiceNo.1" von BeeKiddi *, mit Eingriffstaschen (nicht im Schnitt enthalthen)
Verlinkt bei: RUMS


*Der Schnitt wurde mir zum Probenähen zur Verfügung gestellt. Die Meinung ist jedoch meine eigene.