Dienstag, 24. Januar 2017

Vom glücklich sein und der Sehnsucht

Hier war es grad ruhiger als geplant, aber das ändert sich nun auch wieder. Die letzten Tage habe ich mal etwas die Füße hochgelegt und nicht viel getan. Facebook und Co habe ich einfach mal ignoriert und es mir an der Nähmaschine und beim Sport gut gehen lassen. Und das hatte einen ganz besonderen Grund: Das Mäuschchen und ich waren für ein paar Tage bei der Oma und dann hat sie sich spontan überlegt einfach die letzte Woche dazu bleiben.

Das war für uns wirklich ein ganz besonderes Erlebnis, denn bisher hat sie sich strikt geweigert ohne Mama oder Papa irgendwo "allein" über Nacht zu bleiben, auch nicht bei der geliebten Oma. Nun wollte sie das dann aber so gern, dass ich ihr (und auch der Oma) den Wunsch nicht abschlagen konnte. Also bin ich allein wieder Heim gefahren und glaubt mir, der Herzschmerz war groß. Ich befand mich im totalen Zwiespalt zwischen Freude auf ein paar Tage Zweisamkeit und großer Sehnsucht nach dem Töchterlein - und das bereits vor der Abfahrt...


Lola von Rosarosa als Shirt im Lagenlook

Lola von Rosarosa als Shirt im Lagenlook
Die Heimfahrt fiel mir schwer und ich war ein paar mal kurz davor umzukehren. Allerdings wusste ich auch, dass das nicht gut gewesen wäre, denn schließlich scheint plötzlich der Knoten geplatzt zu sein. Sie hat einen großen Schritt für sich gewagt und ich bin so stolz auf sie. Die letzte Woche war ich in Gedanken ständig bei ihr. Meine kleine süße Maus wird nun groß, selbstständig und der Zeitpunkt ist gekommen, dass sie es nun auch ohne Mama und Papa mal ein paar Tage aushält.

Sie hat natürlich das volle "Ferienprogramm" erhalten und meine Sehnsucht wurde mit vielen tollen Bildern und Videos durch die Oma und meiner Cousine etwas gemildert. Und ich war so überrascht, wie gut sie das alles gemeistert hat. An zwei Tagen durfte sie mit der liebsten Großcousine zusammen in die Kita - was war das aufregend. Dann ging es sogar noch zum Kinderfasching, wofür eigens noch ein neues Kostüm gekauft werden musste ;). Ansonsten wurde natürlich viel gespielt - ein 24-Stunden-Rundum-Sorglospaket sozusagen.

Wir hingegen wussten erst gar nicht so recht wohin mit uns... Am ersten Abend kam mein Freund nach der Arbeit nach Hause und meinte "So und was machen wir jetzt?". Wenn man das aus den letzten vier Jahren so gar nicht kennt, dass die Maus nicht da ist, ist das schon äußerst komisch. Trotzdem haben wir es dann auch echt mal genossen. Wir waren gemeinsam essen und sogar im Kino - das haben wir das letzte Mal zu zweit in der Schwangerschaft gemacht... Und abends einfach mal auf der Couch zu lümmeln, kein Spielzeug wegräumen zu müssen und ein Bett für sich allein zu haben, war auch ganz nett ;).

Lola von Rosarosa als Shirt im Lagenlook

Lola von Rosarosa als Shirt im Lagenlook

Und ich habe natürlich genäht. Ich muss schon zugeben, dass es mal toll war, am Abend sitzen zu können, ohne dass ich unterbrochen wurde, weil das Tochterkind zu Mama ins Bett will. Und weil die Maus, was das Nähen angeht, recht kurz gekommen ist in letzter Zeur, habe ich Ihren Kleiderschrank mit einem Shirt und zwei Kleidchen aufgestockt.

Die Freude bei der Rückkehr war riesig, auch wenn sie gern noch länger bei Oma geblieben wäre. Am Sonntag wurde dann einfach viel gekuschelt, gespielt und die ganze Woche ausführlich ausgewertet. Und dann kam gleich die Frage nach den Kleidern auf, die ich ihr schon angekündigt hatte. Sie hat sich so doll darüber gefreut. Hach, war das schön :).

Lola von Rosarosa als Shirt im Lagenlook
Genäht habe ich ihr hier eine Lola von Rosarosa als schlichten Pulli aus Strickfleece. Den ersten Pulli aus diesem Stoff trägt sie sehr gern, dass da noch ein zweiter her musste. In den Saum habe ich einen Volant aus Spitze eingefasst. Den Lagenlook gibt es ja grad überall zu kaufen und ich finde ihn echt schick. Zudem geht es bei ihr damit als Kleid durch - das ist natürlich immer ein großer Pluspunkt ;). Den grauen Strickfleece habe ich mit ein paar Punkten aus Plotterfolie aufgehübscht. Der Schriftzug "happy" ist von der lieben Lee, hier in gekürzter Form. Gefällt mir sehr gut und die Idee hatte ich gleich, als ich ihn das erste mal sah.

Das Mäuschen ist sehr "happy" über ihr neues Outfit. Und sie fand es toll, dass es auch drauf steht. Ich mag diese unbunten Kleider ja auch richtig gern an ihr. Und ich bin total happy, dass sie den Schritt für dich gewagt hat und dann auch noch alles so super verlaufen ist.

Heute Nachmittag machen wir uns gemeinsam an die Einladungskarten für ihren Geburtstag, der vor der Tür steht. Verrückt, wie schnell das alles geht.

Liebe Grüße,
Katja 

Stoffe: Spitze von Stoff & Stil, Strickfleece Lotte von Swafing dem Nähstoffreich,
Schnitt: abgewandelte Lola von Rosarosa,
Plott: "happy sew year" gekürzt von Lulus bunte Welt

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Dienstag, 17. Januar 2017

Zwei Elsa's unterm Weihnachtsbaum

Zugegeben waren Elsa und ich anfangs nicht die besten Freunde. Ganz ehrlich habe ich mich lange gegen den unfassbaren Hype um die Eiskönigin gewehrt. Überall wo man geht und steht sieht man Elsa und man kann in kaum ein gewuchert gehen, ohne dass man mit Kleidung, Accessoires und Spielzeug zugeschüttet wird. Ich konnte es kaum noch sehen, und dass obwohl ich den Film noch nie gesehen hatte.

Mein Mäuschen allerdings kam bereits schon vor langer Zeit aus der Kita und sprach immer wieder von Elsa. Elsa hier und Elsa da... Ohne dass auch die den Film geguckt hatte, würde sie von ihren Mädels im Kindergarten automatisch angesteckt. Trotzdem blieb ich ziemlich lange immun. Hier sollte kein Elsa-Cappy mit Zopf dran einziehen ;).

Krönungskleid von Elsa
Krönungskleid von Elsa

Dann war klein Käthe allerdings irgendwann mal krank. Ich hatte jedoch so viel zu tun, dass ich den Rechner von der Arbeit mit nach Hause nahm, um zumindest das nötigste erledigen zu können. Jeder, der das schon mal gemacht hat, weiß dass das mit kleinem Kind aber eher schwierig ist. Und so wusste ich mir nicht anders zu helfen und lud den Film der Eiskönigin runter, damit ich ein Stündchen am Stück arbeiten kann. 

Und von da an war es wohl ganz um das Mäuschchen geschehen. Elsa hielt also auch bei uns Einzug und das hat sich seitdem auch nicht mehr geändert. Ich finde das ja immer wieder sehr erstaunlich, weil solche Leidenschaften momentan sonst eher noch von kurzzeitiger Natur sind. Aber bei Elsa ist es anders. Sie "begleitet" uns fast täglich beim Spielen und selbst, wenn das Mäuschchen auf dem Klo sitzt, werden die Lieder hoch und runter gesungen :D.
Inzwischen kann ich das ganze Elsa-Fieber auch etwas verstehen. Nachdem ich den Film inzwischen selber schon x-Mal gesehen habe, muss ich zugeben, dass er auch echt mal wieder ein Meisterwerk von Disney ist.

Krönungskleid von Elsa

Krönungskleid von Elsa
Was natürlich bei uns noch fehlte, war das perfekte Kleid - ein Elsakleid, das beim Spielen getragen werden kann, denn verkleiden steht natürlich auch hoch im Kurs bei meiner kleinen Elsa. Eins der vielen Bling-Bling-Kleider zu kaufen, die es inzwischen an jeder Straßenecke für wenig Geld gibt, ging mir und meinem Nähherz dann aber doch zu weit. Lange habe ich überlegt, ob ich ihr eins nähe und es doch immer wieder aufgeschoben.

Dann stand Weihnachten vor der Tür und die Tochter meiner Cousine wünschte sich von mir - nein, vom Weihnachtsmann natürlich - ein Elsakleid. Und zwar nicht irgendeins, sondern das Kleid der Krönung mit dem lilafarbenen Umhang. Also gut. Es war also so weit. Ich habe selbstverständlich gleich zwei Kleider und Umhänge genäht, da es sonst große Tränen bei meiner Maus gegeben hätte.

Krönungskleid von Elsa

Das Kleid habe ich aus dem Oberteil der Deliah genäht, an dem ich ein eingekräuseltes Rockteil angesetzt habe. Die Länge habe ich pi mal Daumen zugeschnitten, es sollte ja schön lang sein, aber anhalten konnte ich es auch nicht... Hat aber ganz gut funktioniert. Für den Umhang habe ich ein Rechteck zugeschnitten, oben eingekräuselt und mit einem Stehkragen versehen, der mit Klett verschlossen wird. Der Knopf ist nur zur Zierde da. Den unteren Rand habe ich abgerundet und alles eingefasst.

Das Nähen des Kleides an sich ging eigentlich ganz fix. Wofür ich wirklich ewig gebraucht habe, ist für das Aufbringen der Plotts, die ich allesamt selbst gebastelt habe. Ich glaube ich habe schon allein je Rockteil anderthalb Stunden gebraucht - es waren ja nur vier :D. Danach hatte ich echt erst mal genug von Plotten und denke nun ernsthaft über die Anschaffung einer Transferpresse nach.
Krönungskleid von Elsa



Ich hätte Euch heute zuuu gern die zwei tanzenden und singenden Elsas unterm Weihnachtsbaum gezeigt, aber bis auf ein paar schnelle Schnappschüsse, gibt es bisher leider keine Bilder. Es gibt ein wirklich tolles Video, in dem sie in ihren Kleidern zum Elsalied singen und tanzen, aber da bin ich nicht fit genug es so zu bearbeiten, dass ich es euch ohne Gesichter zeigen kann... Deshalb müsst Ihr Euch heute also damit zufrieden geben.

Aufwand und Kosten der beiden Kleider sind natürlich nicht mal ansatzweise vergleichbar mit den Kaufkleidern und zwischenzeitlich habe ich mich echt gefragt, was ich mir da antue. Trotzdem hat sich die Mühe gelohnt. Die beiden Mäuse waren sooo glücklich über ihre Kleider, dass an Weihnachten fast nichts anderes getragen wurde. Und das sehe ich jetzt einfach mal als Riesenkompliment an den Weihnachtsmann :).

Liebe Grüße,
Katja 


Stoffe: Jersey allesamt aus dem Nähstoffreich
Schnitt: Oberteil vom Kleid Delilah, Rest ist Eigenkreation
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Dienstag, 10. Januar 2017

Kleine - aber feine - Nähhelfer

praktische NähhelferIch werfe ja immer wieder gern ein Blick hinter die Kulissen und damit auch in die Nähreiche anderer Bloggerkolleginnen - nicht nur aus Neugierde, sondern weil man sich auch immer mal wieder was Nützliches abgucken kann. Sozusagen bin ich da also rein praktisch veranlagt ;). Und besonders gern lese ich auch über verwendete Nähhelfer und freue mich über Anregungen. In den letzten Jahren ist bei mir einiges an Zubehör dazu gekommen, viel Praktisches, teilweise aber auch Dinge, die ich inzwischen eher als "Krimskram" verbuche und selten nutze.

Heute möchte ich Euch deshalb auch mal MEINE liebsten Nähhelferlein vorstellen, ohne die ich mir ein Nähprojekt kaum noch vorstellen könnte und nicht mehr drauf verzichten mag. Auch wenn alles keine neuen Dinge sind, vielleicht ist für die eine oder andere ja auch noch was Hilfreiches dabei, was auf die Wunschliste kann.


Magnetisches Nadelkissen

Kennt Ihr diese magnetischen Büroklammerhalter-Dinger? Ich habe sie oft im Büro stehen gesehen und als Nonsens verbucht, weil ich heutzutage kaum noch Büroklammern verwende. Aber wisst Ihr, wofür die sich als richtig richtig praktisch erweisen??? Natürlich - für Stecknadeln! Inzwischen gibt es sie als magnetische Nadelkissen zu kaufen und ich finde die einfach nur großartig. Nicht nur, dass die Nadeln wirklich super halten, man kann dieses kleine Ding auch super zum Einsammeln der ganzen heruntergefallenen Stecknadeln nutzen! Ich liebe es und habe inzwischen sogar zwei davon.


magnetisches Nadelkissen als Nähhelfer


Kreidestift

Wer kennt es nicht - die Schneiderkreide ist nie so dünn, wie man sie braucht, wenn man etwas akkurat auf Stoff aufzeichnen will. Vor ein paar Jahren habe ich von einer Freundin einen Kreidestift geschenkt bekommen und möchte ihn seither nicht mehr eintauschen. Mein Stift ist von Signet Color und hat nicht nur einen praktischen Anspitzer dabei, mit dem man immer perfekte Linien übertragen kann. Das Set beinhaltet neben weißer Kreideminen nämlich auch bunte und kann daher auf jeder Stoffarbe eingesetzt werden. Der Stift ist inkl. Minen und Anspitzer mit rund 13 Euro nicht ganz billig, ist aber meiner Meinung nach jeden Cent wert.

praktischer Kreidestift als Nähhelfer



Saummaß

Ich weiß nicht, wie ich je ohne leben konnte ;) - das Saummaß ist einfach ein kleiner idealer Helfer für so viele Dinge. Ich habe inzwischen drei, weil die so klein sind, dass sie sich gern zwischen Schnittmustern und anderem Kram verstecken: eins von Stoff & Stil, eins von Prym und eins aus einer Nähzeitschrift. Es ersetzt zwar natürlich kein Maßband (da liebe ich übrigens die wieder einrollbare Variante). Für das korrekte Abmessen der Säume sind sie total praktisch. Aber auch sonst nutze ich sie häufig, weil ein großes Lineal oft unhandlich ist. Am praktischsten finde ich übrigens das Saummaß von Prym, weil es alle nötigen Maße in 0,5 cm Schritten enthält. Von der Handhabung mag lieber das von Stoff & Stil, weil es stabiler ist.


Saummaß als Nähhelfer




Mini-Bügeleisen

Was ich ebenfalls schon lange nicht mehr missen mag, ist das Mini-Bügeleisen von Prym. Früher habe ich diese kleinen Reise-Bügeleisen immer als totalen Quatsch verbucht. A) weil ich eh nicht der große Bügelfan im Alltag bin (also vom Nähen mal ganz abgesehen) und B) würde ich nie auf die Idee kommen im Urlaub ein Bügeleisen mitzunehmen... Für den Nähalltag nutze ich dieses kleine Ding aber nur noch und brauche das klassische Bügeleisen eigentlich nur noch, wenn ich den frisch gewaschenen Stoff bügele bzw. wenn ich große Flächen habe. Das Mini-Bügeleisen wird aufgrund der kleinen Fläche viel schneller heiß, was natürlich beim schnellen Zwischendurch-Bügeln am Nähplatz super ist. Außerdem kommt man mit dem kleinen Bügeleisen viel besser an Stellen, wo das große Bügeleisen nur stört und bügelt sich so auch weniger versehentlich Falten ein. Von mir also eine klare Kaufempfehlung.

Minibügeleisen als Nähhelfer



Schneidematte und Rollschneider

Für den Großteil von Euch sind Schneidematte und Rollschneidee sicher alltägliche Hilfsmittel, aber ich habe mich lange vor dem Umgang mit dem Rollschneider gedrückt. Erst vor knapp vier Jahren habe ich mir den ersten Rollschneider inkl. Schneidematte zugelegt und habe mich gefragt, warum ich so lange damit gewartet habe. Meiner Meinung nach geht der Zuschnitt damit viel unkomplizierter und genauer, weil man den Stoff nicht anheben muss. Ich kann mich auch nicht entsinnen, wann ich das letzte Mal mit Schere zugeschnitten habe. 
Bei Rollschneidern kann ich nicht sagen, welcher gut und welcher schlecht ist. Dafür habe ich zu wenig Erfahrung mit unterschiedlichen Herstellern. Den ersten, den ich hatte, fand ich zu klapprig und nutze ihn inzwischen für das Schneiden von Papier. Den zweiten habe ich mir bei Stoff & Stil gekauft und bin mit der kompakten Version sehr zufrieden. Liegt gut in der Hand und tut, was er soll.
Meine Schneidematte hat eine Größe A2 und hätte gern noch etwas größer sein können. Gerade beim Zuschnitt für Kleidung für mich reicht sie natürlich nicht und ich muss oft schieben. Da werde ich mir irgendwann noch eine zweite zulegen.

Rollschneider und Schneidematte als Nähhelfer



Stylefix

Was habe ich mich mit Stecknadeln und Co abgequält, um Webband gerade aufgenäht zu bekommen oder einen Reißverschluss einzunähen. Seit dem ich Stylefix von Farbenmix nutze, habe ich damit keine Probleme mehr. Das doppelseitiges Klebeband verhindert das Verrutschen und vereinfacht das Auf- oder Zwischennähen enorm. Worauf man allerdings achten muss, ist das man es neben die künftige Näht klebt, weil sonst die Nadel schnell verklebt. 
Ich liebe es sehr und habe immer was davon zuhause.

Stylefix als Nähhelfer



Fadenschneider

Sicher kein "Must have", aber trotzdem total praktisch ist der Fadenschneider (hier von Prym). Er liegt bei mir immer neben der Nähmaschine und ermöglicht genaues Abschneiden der Fäden - total super auch bei Sprungfäden beim Sticken.

praktischer Fadenabschneider als Nähhelfer


Täschchen

Und zu guter Letzt kein klassischer Nähhelfer im eigentlichen Sinne, sondern eher für die Grundordnung am Nähplatz: ein kleines Täschchen für all die kleinen Nähhelferlein, die ständig greifbar sein müssen und viel zu gerne verschwinden. Das Täschchen, was Ihr hier seht, hat mir die liebe Janin von Kirschsüß genäht (Danke noch mal dafür!). Seitdem liegt es immer neben der Nähmaschine und enthält neben vielen der oben angeführten Hilfsmittel vor allem Kleinigkeiten, wie der Nahtauftrenner, Pinzette zum Einfädeln, Stickschere, Kugelschreiber und ein paar Sichheitsnadeln. So ist der doch sehr wichtige Kleinkram immer schön zusammen, geht nicht verloren und ist auch noch schön verpackt.

Kramtäschchen als Nähhelfer


Und was darf bei Euch am Nähplatz nicht fehlen? Immer her mit Inspirationen und Anregungen! Ich freue mich auf Eure Tipps!

Liebe Grüße,
Katja


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Donnerstag, 5. Januar 2017

Nicht die beste Idee

Am wohl bisher dunkelsten Tag des Jahres - nämlich gestern - sind die heutigen Bilder entstanden. Alles andere als gute Voraussetzungen für Fotos, ich weiß, aber es hat zeitlich einfach gepasst. Ich kam grad vom Sport :-), hatte noch etwas Zeit bis ich die Maus von der Kita holen musste und mir war einfach danach.

Bereits Ende letzten Jahres habe ich mir nach dem Schnitt "Marie" vom Kreativlabor Berlin einen Jeansrock genäht und starte damit sozusagen die "Ich nähe mir mehr Basics"-Reihe auf dem Blog. Gute Vorsätze und so...

Rock Marie vom Kreativlabor Berlin und Shirt Else von Schneidernmeistern

Der Rock ist ganz schlicht aus dunkelgrauem Jeansstoff, den ich eigentlich für eine Probejeans gekauft hatte. Für die Jeans war er mir dann aber doch zu steif, für den Rock schien er mir perfekt. Ich habe komplett alle Nähte mit Jeansgarn abgesteppt, so dass er auch richtig nach Jeansrock aussieht.

Bei der Knopfleiste kamen Jeansknöpfe zum Einsatz. Auf Instagram hatte ich schon einen kleinen Einblick gewährt. Hier habe ich übrigens festgestellt, dass ich diese auch mit der Prymzange anbringen kann, weil ein passender Einsatz dabei war. Hätte ich auch schon mal früher drauf kommen können, oder? Bisher habe ich mich immer mit dem Hammer abgequält... Eigentlich wollte ich auch noch Nieten an den Taschen anbringen, aber beim Probieren am Stoffrest bin ich durch für vielen Jeanslagen nicht ordentlich durchgekommen und habe es mir bisher schlichtweg nicht getraut aus Angst den Rock zu versauen. Mal schauen, ob ich da noch eine Lösung finde.


Rock Marie vom Kreativlabor Berlin und Shirt Else von Schneidernmeistern
Rock Marie vom Kreativlabor Berlin und Shirt Else von Schneidernmeistern

Genäht habe ich übrigens eine 36 und muss sagen, dass der Rock recht großzügig ausfällt. Ich habe nach der ersten Anprobe bereits rechts und links einen Zentimeter weggenommen und auch den Bund gekürzt, dennoch werd ich ihn wohl noch mal auftrennen müssen... So sitzt er einfach zu locker, zu mal ich auch ganz vergessen habe, dass ich noch Gürtelschlaufen anbringen wollte. Dann kann ich das auch noch gleich nachholen. Aber es ärgert mich schon sehr, dass ich nach der Anprobe nicht gleich besser abgesteckt habe. Da wäre mir einige Mühe erspart geblieben, aber gerade bei nicht-dehnbaren Stoffen bin ich manchmal zu zimperlich, aus Angst es wird zu eng...
 
Passend zum Rock (aber auch zu viel anderen Sachen) habe ich mir als erstes Kleidungsstück in diesem Jahr eine ganz schlichte Else als Shirt genäht. Schwarze Shirts sind grad Mangelware im Schrank - von daher perfekt. Den U-Boot-Ausschnitt habe ich hier etwas vergrößert, sonst gab es keine Änderungen. Den Schnitt mag ich einfach total und habe erst diese Woche eine weitere Else zugeschnitten.

Rock Marie vom Kreativlabor Berlin und Shirt Else von Schneidernmeistern


Rock Marie vom Kreativlabor Berlin und Shirt Else von Schneidernmeistern

Die Fotos werden dem Rock ehrlich gesagt gar nicht richtig gerecht - war wohl nicht die beste Idee gestern. A) sieht er auf den Bildern ziemlich zerknittert aus, was ich mit bloßem Auge gar nicht so gesehen habe und B) seht Ihr die schönen Jeansnähte gar nicht so recht. Zudem sind schwarz und dunkelgrau eh schon nicht die fotogensten Farben... Na ja, was soll's - das Wetter sieht nicht danach aus, dass es in nächster Zeit besser wird und so müsst Ihr mir wohl jetzt einfach glauben, dass Jeansgarn ordentlich was her macht  ;).

Ich freue mich jedenfalls, dass ich damit zwei neue Basics im Schrank habe, die sich ohne Tuch, roten Stiefeln und Strickjacke sogar auf der Arbeit tragen kann.

Liebe Grüße,
Katja 

Stoffe: Jeans und Jeansknöpfe von stoffe.de, schwarzer Jersey aus dem Nähstoffreich
Schnitt: Rock Marie vom Kreativlabor Berlin und Shirt Else von Schneidernmeistern

Mittwoch, 4. Januar 2017

Nähvorsätze 2017

Da sind wir nun im neuen Jahr und überall liest man von guten Vorsätzen. Ich habe auch welche, aber wenn ich ehrlich bin, kamen die nicht aufgrund der Jahreswende. Die Probleme mit meinem Rücken haben mich zum Nach-, nein besser Überdenken vieler Dinge gebracht.

Kurz vor Weihnachten habe ich dann mal meinen Kleiderschrank richtig ausgemistet und vieles zur Altkleidersammlung gebracht, was nicht mehr getragen wird. Besonders schwer fiel mir das bei den Kleidungsstücken, die ich irgendwann mal selbst genäht habe. Vieles, was noch irgendwie verwertbar war, landete auf dem Stapel zum Upcycling, der Rest wurde konsequent ausgemüllt. Das tat gut - Platz schaffen: Im Kleiderschrank und vor allem auch im Kopf. Die Reha hat mir wirklich Ansporn verliehen, um mich auch gedanklich wieder etwas besser zu ordnen.

Dabei habe ich mir nicht nur Gedanken über viele Dinge in meinem Leben gemacht, sondern auch über meine Garderobe und mein Nähverhalten. Ich habe mir also bereits im letzten Jahr ein paar Sachen vorgenommen, die ich ändern bzw. verbessern möchte. Und weil das mit den guten Vorsätzen ja immer so eine Sache ist, schreibe ich es in Bezug aufs Nähen hier und heute einfach mal zusammen. Erstens, weil dann der Druck höher ist und zweitens, weil ich es mir so immer wieder vor Augen führen kann.

Nähmaschine Grafik, Icon, Nähplatz





Mehr Basics nähen
Ihr kennt das sicher alle: Man näht und näht und dennoch fehlt es bei (fast) jeder Gelegenheit an einem passenden Kombishirt im Schrank. Deshalb möchte ich auf alle Fälle mehr Basics für mich nähen, die ich vielseitig kombinieren und tragen kann. Auch gerade für den Job muss ich das noch ausbauen, denn da passen klassische Basics immer - ein weiterer Pluspunkt. 
Damit habe ich übrigens dieses Jahr auch gleich mal begonnen - das erste Shirt ist also genäht ;).

Auf vorhandene Schnitte zurückgreifen
Bei der Fülle an Schnittmustern, die regelmäßig neu erscheinen, kaufe auch ich mir das ein oder andere, wenn es mir gut gefällt. Viele davon schlummern dann aber Ewigkeiten auf der Festplatte und geraten in Vergessenheit. Schon allein, weil die Zeit gar nicht da ist, alles auszuprobieren. Jetzt habe ich mir aber fest vorgenommen, dass sich das ändern muss. Weniger neue Schnitte kaufen, dafür ältere ausprobieren und vor allem Bewährtes wieder nähen, heißt daher meine Devise für 2017.

Stoffe noch gezielter kaufen
Ich habe mich im vergangenen Jahr wirklich schon zurückgehalten, was das Kaufen neuer Stoffen angeht. Zum einen, weil ich den Hype um viele neue Stoffe zum Teil echt über habe. Zum anderen weil ich projektbezogener gekauft habe. Das möchte ich in diesen Jahr weiter ausbauen und damit auch meine Stoffvorräte abbauen. Auch wenn ich bereits viel gezielter eingekauft habe, liegen trotzdem noch so viele Stoffe hier, die vernäht werden wollen. 

Besser (vor)planen
Und da wären wir auch schon beim nächsten Punkt. Auch wenn ich projektbezogen eingekauft habe, heißt das noch lange nicht, dass ich sie vernäht habe. Nur weil ein Projekt im Kopf bereits steht, heißt das noch lange nicht, dass ich es zeitlich auch schaffe umzusetzen. Das muss geändert werden und ich will realistischer planen. Von daher werde ich öfter gucken "Was habe ich?" und "Was brauche ich"?, um vom spontan "Das will ich!" wegzukommen.

In Outfits denken
Bevor ich anfange zu nähen, möchte ich mir künftig noch mehr Gedanken um das oder besser die finalen Outfits machen. Im Idealfall lässt sich das Nähwerk gut kombinieren und vielseitig tragen, wo wir auch wieder beim ersten Punkt wären.

Zeit nehmen und eigene Ideen umsetzen 
Das ist wohl der schwierigste Punkt meiner Nähvorsätze für 2017: Ich möchte mir unbedingt mehr Zeit nehmen für Ideen, die schon lange im Kopf rumschwirren und Projekte umsetzen, die arbeitsintensiver sind. Ich habe schon lange konkrete Pläne, die ich in Angriff nehmen möchte und mein Skizzenbuch und Pinterestboard platzen vor Ideen. Nähen möchte ich mir endlich einen Wind- und Wetterparka, mindestens eine Jeans, ein Kleid, das lange im Kopf fertig ist, eine Tasche und einen Rucksack. Für alles liegen die Stoffe lange bereit. Für die Jeans gab es sogar bereits ein Probestück. Dieses Jahr will es unbedingt schaffen! Um dass hinzubrkommtn, muss ich öfter mal nein sagen. Etwas, was mir immer wieder schwer fällt, woran ich aber inzwischen auch arbeite.

Mehr Ordnung halten
Ich möchte in meinem kleinen, aber feinen Nähreich mehr Ordnung halten. Leider gehöre ich zu denjenigen, die regelmäßig Chaos in der Nähecke fabrizieren. Das kennen hoffentlich einige von Euch: Vor einem neuen Projekt werden Stoffe rausgekramt, kombiniert, geguckt, ob es passt und letztlich wieder nur auf den Stapel zurückgeschmissen. Das Gleiche gilt für Schnitte, Nähaccessoires und Co. Dann entsteht ganz schnell Chaos, bei dem ich schnell den Überblick verliere und dass, obwohl ich vorher alles schön aufgeräumt hatte. Um wirklich kreativ denken zu können, brauche ich aber vor allem eins: Ordnung. Es muss alles an seinem Platz liegen, damit ich es auch finde. Nichts ist schlimmer, als wenn das gesuchte Teil nicht am gewohnten Ort liegt und man die eh schon knappe Zeit mit Suchen verbringt. Also habe ich mir fest vorgenommen, gleich wieder alles zurückzulegen, wo es hingehört und dabei nicht nur schnell schnell zu machen. Ich glaube, das was ich dabei an Zeit investiere, spare ich später doppelt und dreifach. Und das Auge näht mit - und fühlt sich an einem aufgeräumten Nähplatz einfach viel wohler. Hier taste ich mich gerade ran und bin langsam auf dem Weg der Besserung.

Die Nähmaschine ruhen lassen
Neben dem Nähen möchte bzw. muss ich vor allem wieder mehr Sport machen. So wichtig mir mein Hobby ist, viel wichtiger ist mir meine Gesundheit. Das habe ich im letzten Jahr mehr als genug gemerkt. Dafür muss die Nähmaschine dann auch mal zurückstecken ;). Und vielleicht auch der Blog. Der Rücken will trainiert werden und noch dazu habe ich während der Reha gemerkt, dass es mir einfach gut tut. An einem geeigneten "Konzept" dafür arbeite ich noch, aber die Motivation ist gerade hoch und ich hoffe, dass es bald zur Normalität übergeht.

Geniessen und sich freuen
Und das allerwichtigste, was ich mir gerade in letzter Zeit immer wieder vor Augem hole, ist der Spaß an der Sache. Ich nähe zum Hobby, weil es mir Freude bereitet, zur Entspannung, weil ich etwas schaffe, was kein anderer hat, weil ich es liebe Stoffe anzufassen, zu kombinieren und zu vernähen. Ich nähe, weil es einfach das schönste Hobby der Welt ist. Und das will ich weiter einfach genießen, ohne Druck, ohne Stress, ohne Rückenschmerzen und dafür mit ganz viel Freude. 


Wie sieht es bei Euch mit den guten (Näh-)Vorsätzen aus und wie schafft Ihr es diese einzuhalten? Oder haltet Ihr so gar nichts davon? Ich glaube, dass es wichtig ist, dass die eigens gesteckten Ziele realistisch sind, man sich aufschreibt, was man konkret erreichen will und regelmäßig überprüft, wo man steht. Egal in welcher Beziehung und unabhängig vom Zeitpunkt. Ob und wann ich einen Haken an meine aufgelisteten Punkte machen kann, wird die Zeit zeigen. 

Ich wünsche Euch ein wundervolles und vor allem gesundes neues Jahr und alles erdenklich Gute. Hoffentlich findet Ihr die Zeit für das, was Euch Freude bereitet. Seid kreativ, überdenkt ab und an Gewohnheiten und bleibt offen für Neues. Ich freue mich, dass Ihr hier seid!

Liebste Grüße,
Katja